20. August 2017

Mission unter Flüchtlingen? Kirchenleiter sind dagegen

Quelle: idea.de

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Wetzlar (idea) – Sollte die Kirche die christliche Botschaft jetzt auch den nach Deutschland kommenden Flüchtlingen weitersagen?

Nein, meint ein Großteil der evangelischen Kirchenleiter. Gefragt seien jetzt vor allem tatkräftige Hilfe und interreligiöser Dialog.

Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) unter den 20 Gliedkirchen der EKD. Konkret ging es um folgende zwei Fragen: Gilt der Missionsbefehl Jesu auch für die nach Deutschland kommenden Asylbewerber? Und: Sollten Kirchengemeinden stärker unter Muslimen missionieren?

Von den 20 angefragten Kirchenleitern reagierten zehn. So erklärte etwa der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge: „Unser Verständnis von Mission bedeutet, mit Menschen, die anderen Glaubens sind, in einen Dialog zu treten und den eigenen Grund des Glaubens nicht zu verschweigen.“

Der bayerische Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzende, Heinrich Bedford-Strohm (München), mahnte, Christen dürften die Notlage von Flüchtlingen nicht dazu ausnutzen, um sie zu einem Religionswechsel zu überreden. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau warnte gar vor „aggressiven oder bedrängenden Bekehrungsversuchen“. Sie zählten in der Geschichte des Christentums zu den dunkelsten Kapiteln. [Weiterlesen]