22. November 2017

Gemeinde erteilt Asylbewerbern Benimm-Lektion

Quelle: jungefreiheit.de

Foto: fassbender-druck.de

Foto: fassbender-druck.de

HARDHEIM. Die Gemeinde Hardheim hat Asylbewerber ermahnt, sich an die in Deutschland geltenden Regeln und Gebräuche zu halten. In einem auf der Internetseite veröffentlichten „Leitfaden für Flüchtlinge“ werden den Asylbewerbern („Liebe fremde Frau, lieber fremder Mann“) in einfacher Sprache die üblichen Gepflogenheiten näher gebracht.

Zudem werden die Asylsuchenden zur Anpassung aufgefordert. Sie sollten deshalb so schnell wie möglich Deutsch lernen. Deutschland sei ein friedliches Land, in dem die Menschen mit vielen Freiheiten neben- und miteinander lebten.

Dann wird die Gemeinden deutlich: Frauen müßten mit Respekt behandelt werden und auch das Eigentum anderer solle man respektieren. „Man betritt kein Privatgrundstück, keine Gärten, Scheunen und andere Gebäude und erntet auch kein Obst und Gemüse, das einem nicht gehört.“

Deutschland sei ein sauberes Land und solle es auch bleiben. Müll und Abfall würden in dafür vorgesehenen Mülltonnen oder Abfalleimern entsorgt. Und weiter: „In Deutschland bezahlt man erst die Ware im Supermarkt, bevor man sie öffnet.“

Wir bitten sie, diese Regeln zu beachten

„Unsere Notdurft verrichten wir ausschließlich auf Toiletten, nicht in Gärten und Parks, auch nicht an Hecken und hinter Büschen.“ Ab 22 Uhr gelte die Nachtruhe und auch für Fahrradfahrer gebe es Regeln, an die sich gehalten werden müsse. Mädchen und junge Frauen fühlten sich durch Ansprache und das Erbitten von Telefonnummern belästigt, weshalb dies unterlassen werden solle.

„Auch wenn die Situation für sie und auch für uns sehr beengt und nicht einfach ist, möchten wir sie daran erinnern, daß wir sie hier bedingungslos aufgenommen haben. Wir bitten sie deshalb, diese Aufnahme wert zu schätzen und diese Regeln zu beachten, dann wird ein gemeinsames Miteinander für alle möglich sein“, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Leitfaden abschließend. (krk)