19. Oktober 2017

Diakon kämpft weiter gegen Benachteiligung von Familien

Quelle: idea.de

Diakon kämpft für Familien. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Diakon kämpft für Familien. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Kassel/Freiburg (idea) – Der katholische Diakon Markus Essig (Freiburg) und seine Ehefrau wollen weiter juristisch gegen eine Benachteiligung von Familien gegenüber Kinderlosen bei den Sozialbeiträgen kämpfen.

Die Eltern von drei Kindern werden eine Verfassungsbeschwerde einreichen. Das kündigte Markus Essig am 1. Oktober auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea an. Am Tag davor hatte das Bundessozialgericht in Kassel eine Klage des Ehepaares abgewiesen.

Es setzt sich seit 2006 dafür ein, weniger Beiträge in die Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung einzahlen zu müssen. Die Kinder sind inzwischen 20, 23 und 25 Jahre alt. Nach Ansicht der Kläger ziehen Eltern die Beitragszahler von morgen groß und müssen – abgesehen von der Pflegeversicherung – die gleichen Sozialbeiträge wie Kinderlose entrichten, die keine Kosten für das Aufziehen des Nachwuchses haben. Dem Diakon zufolge hätte seine Familie um rund 220 Euro pro Kind und Monat entlastet werden müssten. Das Bundessozialgericht folgte der Argumentation nicht.

Nach dem Urteil (Az: B 12 KR15/12 R) können Eltern keinen Bonus bei den Beitragszahlungen für die Sozialversicherungen beanspruchen. Die derzeitigen Regelungen… [Weiterlesen]