23. Oktober 2017

Freya Klier: Keinen Schlussstrich unter das DDR-Unrecht ziehen

Quelle: idea.de

Die frühere Bürgerrechtlerin Freya Klier. Foto: freya-klier.de

Die frühere Bürgerrechtlerin Freya Klier. Foto: freya-klier.de

Berlin (idea) – Vor einem Schlussstrich unter die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit hat die frühere Bürgerrechtlerin Freya Klier (Berlin) gewarnt.

Derartige Forderungen seien „völliger Blödsinn“, sagte sie in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea anlässlich des 25. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober.

„Wir haben uns im vergangenen Jahr ausführlich mit dem Ersten Weltkrieg beschäftigt. Das ist 100 Jahre her.“ Aber zum ersten Mal sei es gelungen, die Ursachen für den Ausbruch dieses Krieges differenziert darzustellen: „Das zeigt, wie man mit Geschichte umgehen muss. Diese Zeit brauchen wir auch, um die DDR-Diktatur aufzuarbeiten.“ Ihr persönliches 11. Gebot laute „Du sollst Dich erinnern!“.

Wie Klier weiter sagte, ist sie häufig an Schulen eingeladen, um den jungen Menschen die Zeit der DDR nahezubringen. Zwar sei die zweite deutsche Diktatur im 20. Jahrhundert für viele Schüler genauso weit weg wie das Römische Reich, aber wenn Inhalte ansprechend vermittelt würden, etwa durch Rollenspiele, stoße das auf großes Interesse. Die aus Dresden stammende Klier war in der DDR wegen versuchter Republikflucht zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt und [Weiterlesen]