20. Oktober 2017

Bevölkerungswissenschaftler: Zuwanderung löst Probleme nicht

Quelle: idea.de

Bevölkerungswissenschaftler aus Berlin, Prof. Herwig Birg. Foto: wikipedia

Bevölkerungswissenschaftler aus Berlin, Prof. Herwig Birg. Foto: wikipedia

Sankt Augustin (idea) – Zuwanderung kann weder die Alterung der deutschen Gesellschaft stoppen, noch den Wohlstand erhöhen.

Diese Ansicht vertritt der Bevölkerungswissenschaftler Prof. Herwig Birg (Berlin) in einem Aufsatz für das Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie (Sankt Augustin bei Bonn).

Stattdessen hält er es für notwendig, die Geburtenrate von derzeit 1,4 auf durchschnittlich zwei Kinder pro Frau zu erhöhen. Politiker, die die Zuwanderung als Chance oder Lösung für andere Probleme darstellten, statt für die Förderung von Familien mit Kindern einzutreten, führten das Land sehenden Auges in eine Sackgasse. Sie lenkten von der Hauptursache des Bevölkerungsrückgangs ab: „Unsere Gesetzliche Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung prämiert Kinderlosigkeit und bestraft Familien mit Kindern, dadurch verletzt sie das oberste Verfassungsprinzip jeder Demokratie – die Gleichheit aller vor dem Gesetz.“

Durch Zuwanderung könnten zwar bestimmte Folgen des Bevölkerungsrückgangs wie die Arbeitskräfteknappheit in bestimmten Berufen bekämpft werden, an der Verfassungswidrigkeit des Sozialen Sicherungssystems ändere sie aber nichts. Vielmehr entstünden weitere Ungerechtigkeiten in den Herkunftsländern der Migranten. Denn deren Eltern gingen leer aus, wenn ihre Kinder in Deutschland Beitrags- und Steuerzahlungen leisteten, die [Weiterlesen]