21. Oktober 2017

Asylwelle: Polizeigewerkschaft warnt vor Kriminalitätsanstieg

Quelle: jungefreiheit.de

BDK-Chef André Schulz: Kriminelle geben sich als Syrer aus. Foto: facebook.com/andreschulz

BDK-Chef André Schulz: Kriminelle geben sich als Syrer aus. Foto: facebook.com/andreschulz

BERLIN. Die Zahl der Straftaten in Deutschland wird wegen kriminellen Asylbewerbern nach Ansicht des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) deutlich steigen. „Die bisherigen Erkenntnisse aus dem Polizeialltag zeigten, „daß rund zehn Prozent der Asylbewerber strafrechtlich auffällig werden und Taten aus dem Bereich der Eigentums-, Gewalt- und Drogendelikte begehen“, sagte BDK-Chef André Schulz.

„Im Ergebnis werden diese Taten die Kriminalstatistik aller Voraussicht nach schon in diesem Jahr im sechsstelligen Bereich anwachsen lassen.“ Bemerkenswert sei, daß sich unter den Tätern nur wenige Syrer befänden. „Die Täter sind in der Regel alleinreisende junge Männer aus dem Balkan, überdurchschnittlich häufig aus dem Kosovo, aus Georgien und Nord- und Zentralafrika.“ Einige von ihnen gäben sich als Syrer aus, betonte Schulz.

Behörden auf islamistischen Terror schlecht vorbereitet

Scharf ging der BDK-Chef mit der derzeitigen Asylpolitik in der EU und Deutschland ins Gericht. „Unisono verkündeten Politiker quer durch die Parteienlandschaft, daß niemand mit dieser starken Zuwanderungswelle habe rechnen können.“ Dies sei jedoch falsch. „Dieser hilflose und klägliche Versuch, Verantwortung von sich zu weisen, kann sehr schnell als das entlarvt werden, was er ist: schlichte Lüge oder das Fehlen jeglicher Kompetenz.“

Bereits seit 2011 habe das Bundeskriminalamt deutlich steigende Flüchtlingszahlen prognostiziert, unterstrich Schulz. „Hätten sich unsere verantwortlichen Politiker auf EU- und Bundesebene nicht diesen Erkenntnissen nach dem Prinzip der drei Affen (nichts hören, nichts sehen, nichts sagen) verschlossen, hätten wir uns auf die Situation ganz anders einstellen können.“

Zugleich warnte er, durch die „nicht mehr vorhandenen Binnengrenzen“ seien „mehrere zehntausend Flüchtlinge unkontrolliert und ohne Erfassung nach Deutschland eingereist“. Darunter sollen auch mehrere Islamisten sein. „Nur kennen wir längst nicht alle. Damit sind die tatsächliche Gefährdungslage und das Risiko für terroristische Anschläge in Deutschland derzeit nicht mehr seriös zu beantworten.“ (ho)