18. August 2017

Was trieb einen Jesiden zum Doppelmord?

Quelle: idea.de

Landgericht Lüneburg, Foto: Frank Vincentz, wikipedia

Landgericht Lüneburg, Foto: Frank Vincentz, wikipedia

Lüneburg (idea) – Der Prozess um einen Doppelmord in Lüneburg aus möglicherweise religiösen Motiven verzögert sich.

Angeklagt ist der 38-jährige Jeside Ziad K. Der Iraker soll seine Ehefrau Margret (32) und deren Freundin Katrin W. (33) erstochen haben, weil er verhindern wollte, dass seine Frau zum christlichen Glauben übertritt. Die Verhandlung vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Lüneburg begann am 19. Mai; das Urteil sollte ursprünglich noch vor der Sommerpause gesprochen werden. Doch das Gericht braucht mehr Zeit, um die Hintergründe der Bluttat zu klären, berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ (Hamburg).

Unter anderem geht es um die Frage, wann die Ehefrau sich entschied, den jesidischen Glauben zu verlassen und Christin zu werden, und welche Rolle die Freundin Katrin W. spielte. Die Mutter von zwei Kindern gehörte zum Freundeskreis der Matthäus-Gemeinde, die dem Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden angeschlossen ist. Auch ihre jesidische Freundin sei gelegentlich in den Gottesdiensten gewesen, sagte… [Weiterlesen]