21. November 2017

Reformationsjubiläum: Messianische Juden unerwünscht?

Quelle: idea.de

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster. Foto: zentralratdjuden.de

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster. Foto: zentralratdjuden.de

Würzburg/Kassel/Ostfildern/Stuttgart (idea) – Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster (Würzburg), fordert von den Organisatoren des 500-jährigen Reformationsjubiläums 2017, den „sogenannten“ messianischen Juden keine Plattform zu bieten.

Dabei handelt es sich um Juden, die wie Christen an Jesus Christus als den verheißenen Messias glauben. Sie segelten unter falscher Flagge und versuchten, unter dem „Deckmantel des Judentums Juden zum christlichen Glauben zu bekehren”. Er erwarte ferner, dass sich die EKD und die Landeskirchen von evangelikalen Christen abgrenzen. Sie sollten sich „deutlich so positionieren, dass sie ihren christlichen Missionsauftrag nicht gegenüber den Juden sehen“, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Beim früheren Leiter der evangelistischen Bewegung ProChrist, Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel), stoßen diese Forderungen auf Kritik. Er sagte der Evangelischen Nachrichtenagentur idea: „Wenn die evangelischen Kirchen sich von den messianischen Juden distanzieren, dann distanzieren sie sich auch von Petrus, Johannes und Paulus.“ Man werde „bei allem Respekt“ diesen Wunsch nicht erfüllen können, „solange wir an Jesus, den Messias Israels und der Völker, glauben“. Der Essener Pfarrer Jürgen Blunck vertrat die Meinung, dass [Weiterlesen]