20. August 2017

Kirchen fordern Konsequenzen aus dem Völkermord an den Armeniern

Quelle: idea.de

Der Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz, Bischof Efraim Tendero. Foto: PR

Der Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz, Bischof Efraim Tendero. Foto: PR

Byblos (idea) – Im Libanon hat die Armenisch-Orthodoxe Kirche ein Museum zur Erinnerung an den Völkermord vor 100 Jahren eingeweiht.

Am 24. April 1915 ließ die Regierung des Osmanischen Reiches zahlreiche armenische Intellektuelle in Konstantinopel (heute Istanbul) verhaften. Sie wurden später ermordet. Dies war der Auftakt für den ersten systematisch geplanten und durchgeführten Völkermord im 20. Jahrhundert. Ihm fielen rund 1,5 Millionen Armenier sowie hunderttausende assyrische und griechische Christen zum Opfer.

Bei der Eröffnung des Museums in der libanesischen Hafenstadt Byblos mahnten zahlreiche Kirchenvertreter, Konsequenzen aus den damaligen Ereignissen zu ziehen und den heute bedrohten Christen im Nahen Osten beizustehen. Der Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz, Bischof Efraim Tendero (Philippinen), forderte in einem schriftlichen Grußwort die weltweite Christenheit auf, gemeinsam zu verhindern, dass die Kirchen aus ihren Ursprungsgebieten vertrieben werden. Dazu sei [Weiterlesen]