18. August 2017

Frauke Petry fordert Schadensersatz von der ARD

Frauke Petry. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Frauke Petry. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Quelle: jungefreiheit.de

DRESDEN. Die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry hat von der ARD Schadensersatz gefordert, nachdem sie von der Sendung „Menschen bei Maischberger“ ausgeladen wurde. „Wir werden das so nicht durchgehen lassen“, sagte ein Sprecher Petrys dem Handelsblatt. Es gehe insgesamt um rund 1.000 Euro für gebuchte Flüge.

Die Redaktion von „Menschen bei Maischberger“ hatte Petry zum Thema „Die Flüchtlingskrise: Politiker ratlos, Gesellschaft gespalten“ erst eingeladen und nach der Zusage von CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer wieder ausgeladen. Dieser gehöre „einer im Bundestag vertretenen Partei an, die überdies an der Regierung beteiligt ist“, rechtfertigte ein Mitglied der Maischberger-Redaktion die Streichung Petrys von der Gästeliste.

AfD: Gültiger Vertrag geschlossen

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter schrieb Petry am Sonntag: „Teilnahme storniert, wurde wieder ausgeladen. Warum wohl? Staatlich indoktrinierte Meinungsfreiheit mit Zwangsgebühren?“ Die AfD wies mit Blick auf die Schadensersatzforderung darauf hin, daß ein gültiger Vertrag mit dem Sender abgeschlossen worden sei.

Neben Scheuer werden am Dienstag um 22.45 Uhr die ARD-Moderatorin Anja Reschke, Schauspieler Til Schweiger, Wirtschaftsjournalist Roland Tichy sowie ein Asylbewerber und eine Pflegeleiterin diskutieren. (ho)