20. August 2017

Evangelische Kirche: Unterschiede zwischen Basis und Leitung

Quelle: idea.de

Der künftige sächsische Landesbischof Carsten Rentzing. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Der künftige sächsische Landesbischof Carsten Rentzing. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Markneukirchen (idea) – Für eine evangelische Kirche mit unverwechselbarem christlichen Profil hat sich der künftige sächsische Landesbischof Carsten Rentzing (Markneukirchen) ausgesprochen.

Der 47-jährige theologisch konservative Pfarrer war Ende Mai zum Nachfolger von Landesbischof Jochen Bohl (Dresden) gewählt worden. Er wird am 29. August in der Dresdner Kreuzkirche in das Amt eingeführt.

In einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) nimmt er unter anderem zur Rolle der theologisch Konservativen in der evangelischen Kirche, zum Verhältnis zu anderen Religionen, zur Flüchtlingsfrage und zum Umgang mit Homosexualität Stellung. Wie er sagte, ist nach seiner Wahl vielfach so getan worden, als wäre er oder die sächsische Landeskirche eine Einzelerscheinung: „Vielleicht wird hier aber nur etwas sichtbar, was in der gesamten EKD vorhanden ist, bisher aber kirchenleitend nicht in Erscheinung trat.“

Es gebe einen Unterschied zwischen dem, was in den Kirchenleitungen geschehe, und dem, was die Menschen an der Basis bewege. Konservativ sei für ihn nicht mit rückständig gleichzusetzen. Er sei ein Konservativer in dem Sinne, dass er an Dingen festhalten wolle, „die sich bewährt haben und die über die Zeiten gültig bleiben“. Rentzing betonte gleichzeitig, dass er als Landesbischof nicht nur die theologischen Interesse einzelner Gruppen vertrete: „Ich trete nachdrücklich für den Gewissensschutz und die Gewissensfreiheit ein.“ [Weiterlesen]