20. September 2017

Die CDU streitet über die Homo-Ehe

Quelle: idea.de

Jens Spahn, MdB. Foto: facebook.com/jensspahn

Jens Spahn, MdB. Foto: facebook.com/jensspahn

Leipzig/Saarbrücken (idea) – Die CDU streitet über die Frage, ob die Ehe für homosexuelle Partnerschaften geöffnet werden soll.

Für einen solchen Schritt setzt sich Präsidiumsmitglied Jens Spahn ein, der sich zu seiner Homosexualität bekennt. Der Bundestagsabgeordnete hat seine Partei in der Leipziger Volkszeitung (3. Juni) aufgefordert, den Kampf um die gleichberechtigte Ehe für alle als Sieg eines konservativen Kulturkampfes zu feiern: „Was gibt es denn Bürgerlicheres und Bodenständigeres als das Versprechen zweier Menschen, dauerhaft verbindlich füreinander einzustehen?“. Früher habe die Ehe als spießig und langweilig gegolten, heute strebten linke Szene-Funktionäre danach.

Dagegen lehnt es die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer ab, dass homosexuelle Partner heiraten dürfen. Es gebe in Deutschland bisher eine klare Bestimmung der Ehe als Gemeinschaft von Mann und Frau. „Wenn wir diese Definition öffnen in eine auf Dauer angelegte Verantwortungspartnerschaft zweier erwachsener Menschen, sind andere Forderungen nicht auszuschließen: etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen“, sagte die Politikerin der Saarbrücker Zeitung. Sie plädiert zugleich dafür… [Weiterlesen]