20. September 2017

Deutsche verlieren Vertrauen in Medien

Quelle: jungefreiheit.de

Fotomontage: Thomas Schneider/agwelt

Fotomontage: Thomas Schneider/agwelt

HAMBURG. Eine Mehrheit der Deutschen hat kein Vertrauen mehr in die Medien. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap im Auftrag der Zeit gaben 60 Prozent der Befragten an, sie hätten wenig (53 Prozent) oder gar kein (sieben Prozent) Vertrauen in die Medien.

Die wichtigsten Kritikpunkte waren demnach bewußte Fehlinformation und Manipulation (27 Prozent), Einseitigkeit (20 Prozent) und handwerkliche Fehlleistungen (15 Prozent). Jeder zehnte Befragte zweifelte zudem die Unabhängigkeit der Presse an. Wichtigste Informationsquellen bleiben Fernsehen und gedruckte Zeitungen. Das Internet belegt nach dem Radio den vierten Platz.

Bereits im April hatte eine ähnliche Forsa-Umfrage ergeben, daß eine Mehrheit von 58 Prozent der Berichterstattung zum Ukraine-Konflikt mißtraut. Die kritischste Altersgruppe stellten die 18- bis 29jährigen. Von ihnen gaben 68 Prozent an, kein Vertrauen in die Berichterstattung zu dem Thema zu haben. (ho)