12. Dezember 2017

SPD-Oberbürgermeisterkandidatin sagt Pegida Kampf an

Quelle: jungefreiheit.de

Eva-Maria Stange (SPD) Foto: evamariastange.de

Eva-Maria Stange (SPD) Foto: evamariastange.de

DRESDEN. Die Kandidatin von SPD, Linkspartei und Grünen für die Oberbürgermeisterwahl in Dresden, Eva-Maria Stange (SPD), hat im Falle ihrer Wahl eine härtere Gangart gegen Pegida angekündigt. Dies sei einer der Gründe, warum sie für das Amt kandidiere, sagte Stange dem Neuen Deutschland. Gleichzeitig kündigte sie an, beim Kampf gegen das islamkritische Bündnis auch mit Linksextremisten zusammenarbeiten zu wollen.

„Ich möchte Kräfte bündeln und keinen Kleinkrieg führen, ob ‘Dresden nazifrei’ dabei mit am Tisch sitzen darf. Mir wäre jeder willkommen, der will, daß Dresden weltoffen und tolerant ist.“ Alles andere schade dem Ansehen der Stadt und habe negative Folgen für Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Dies könne auch nicht mit schönen Kulturgütern mehr wettgemacht werden.

Stange: Pegida offen rassistisch

Dresden habe bereits in der Vergangenheit zweimal international für negative Schlagzeilen gesorgt, beklagte die sächsische Ministerin für Wissenschaft und Kunst: „Mit der Aberkennung des Welterbetitels wegen der Waldschlößchenbrücke und durch NPD-Aufmärsche zum 13. Februar an der Semperoper.“

Bei Pegida werde mittlerweile offen Rassismus gezeigt, kritisierte die SPD-Politikerin. Während am Anfang vor allem Dresdner bei Pegida demonstriert hätten, sei die Stadt nun „zur Kulisse geworden für Rechte von überall her“.

Bei der Wahl am 7. Juni kandidieren auch Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) und der FDP-Politiker Dirk Hilbert. Für Pegida tritt Tatjana Festerling an, die zuvor in der Hamburger AfD aktiv war. (krk)