20. September 2017

Christen im Nahen Osten fordern internationalen Polizeischutz

Quelle: idea.de

Andrea Riccardi. Foto: volalaquila.it

Andrea Riccardi. Foto: volalaquila.it

Bari (idea) – Ein Gipfeltreffen von Kirchenleitern aus dem Nahen und Mittleren Osten mit westlichen Politikern und Diplomaten hat die Einrichtung von sicheren Zufluchtsregionen für verfolgte Christen und andere Minderheiten im Irak und Syrien gefordert. Außerdem sollte eine internationale Polizeitruppe für ihren Schutz sorgen.

Die Vorschläge wurden bei einer Konferenz im süditalienischen Bari vorgebracht, die Ende April von der internationalen überkonfessionellen Gemeinschaft Sant‘Egidio organisiert wurde. Ihr Gründer, der frühere italienische Minister für internationale Zusammenarbeit und Integration Andrea Riccardi (Rom), beklagte die ethnischen Säuberungen in der Region: „Eine Welt ist im Untergang, und das ist ein Drama für die Christen, eine Verarmung der islamischen Gesellschaften und ein Verlust für das Gleichgewicht im Mittelmeerraum und für die Kultur.“ Riccardi bekräftigte seinen Aufruf, in der nordirakischen Ninive-Ebene eine sichere Zufluchtszone einzurichten. Dorthin sind bereits [Weiterlesen]