12. Dezember 2017

Brandanschlag auf Moschee: Polizei fahndet nach Verdächtigem

Quelle: jungefreiheit.de

Verdächtiger im Fall des Brandanschlags auf die Moschee in Witten Foto: Polizei Bochum

Verdächtiger im Fall des Brandanschlags auf die Moschee in Witten Foto: Polizei Bochum


WITTEN. Nach dem Brandanschlag auf eine Moschee in Witten hat die Polizei Fotos des mutmaßlichen Täters veröffentlicht. Die Bilder einer Überwachungskamera von einer nahe dem Tatort gelegenen Tankstelle zeigen einen offenbar dunkelhäutigen Mann mit schwarzen Haaren, der einen roten Benzinkanister füllt. Wie auf den Aufnahmen der Überwachungskamera der Moschee zu sehen ist, hatte der Brandstifter ebenfalls einen roten Benzinkanister bei sich.

Nach der Veröffentlichung der Bilder seien mehrere Hinweise eingegangen, jedoch bislang keine heiße Spur, sagte Polizeisprecher Axel Pütter der JUNGENF REIHEIT. Zu einer möglichen Herkunft oder Nationalität des Verdächtigen wollte er sich allerdings nicht äußern. „So lange der Mann uns nicht gegenüber sitzt, möchten wir keine Spekulationen hierüber anstellen“, erläuterte Pütter. Es sei aber geplant, am Freitag nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft weitere Fotos zu veröffentlichen.

Polizei schließt fremdenfeindliches Motiv nicht aus

Der Brandanschlag auf die Sultan Ahmet Moschee in Witten hatte sich in der Nacht zu Dienstag ereignet. Der Täter zündete um kurz vor Mitternacht einen Teppich im großen Gebetsraum an. Zwar erlosch das Feuer nach einigen Minuten wieder von selbst, durch den Brand am Teppich sowie durch Rauch und Ruß entstand jedoch ein höherer Sachschaden am Gebäude.

Nach dem Brandanschlag war auch darüber spekuliert worden, ob Rechtsextremisten für die Tat verantwortlich seien. Da es sich um eine Moschee handle, könne ein fremdenfeindliches Motiv nach wie vor nicht ausgeschlossen werden, sagte Pütter. „Wir ermitteln deshalb in weiterhin in aller Richtungen.“ (krk)

Die Ermittlungskommission bittet um Hinweise zu dem Mann unter 0234/909-4110 oder außerhalb der Bürodienstzeit 0234/909-4441 (Kriminalwache)