20. September 2017

Bonhoeffer: Ein Vorbild, das in kein Schema passt

Quelle: idea.de

Dietrich Bonhoeffer, Foto: bonhoeffer-stiftung.de

Dietrich Bonhoeffer, Foto: bonhoeffer-stiftung.de

München/Wetzlar/Ostfildern (idea) – Am 9. April jährt sich die Ermordung des evangelischen Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) im bayerischen Konzentrationslager Flossenbürg zum 70. Mal.

Er gilt Christen unterschiedlichster Ausrichtung als Vorbild. Während die eher Konservativen Bonhoeffers geistliche Wegweisung, etwa in den Schriften „Gemeinsames Leben“ und „Nachfolge“, hervorheben, würdigen politisch orientierte Protestanten vor allem das Engagement in der Bekennenden Kirche, die sich dem Machtanspruch des Nationalsozialismus widersetzte.

Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), nennt Bonhoeffer „einen frommen Rebell, der dem Naziterror widersprach und getötet wurde“. Von ihm könnten sich alle inspirieren lassen, „die sich in Situationen von Unterdrückung und Gewalt für die Menschenwürde einsetzen“. Von besonderer Bedeutung sei Bonhoeffers Aufforderung, „die kritische Kraft des Evangeliums in der Gesellschaft zur Sprache zu bringen“. Trost bekämen viele Menschen aus den im Gefängnis geschriebenen Versen „Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost was kommen mag“. [Weiterlesen]