21. Februar 2018

In Indien wächst die Verfolgung von Christen

Quelle: idea.de

In Indien wächst die Verfolgung von Christen. Foto: PR

In Indien wächst die Verfolgung von Christen. Foto: PR

Neu Delhi (idea) – Bei der Diskriminierung und Verfolgung von Christen steht weltweit die Bedrohung durch den islamischen Extremismus im Vordergrund. Dabei gerät die Gefahr etwa durch Hindu-Nationalisten in Indien aus dem Blickfeld.

In dem Land mehren sich die Übergriffe auf Christen und Anhänger anderer religiöser Minderheiten, seit die national-hinduistische Bharatiya Janata Partei (BJP) nach ihrem Wahlsieg im vorigen Jahr die Macht übernommen hat. So wurden seit Dezember in der Hauptstadt Neu Delhi fünf Übergriffe auf Kirchen registriert. Zuletzt drangen Täter in die katholische Alphonsa-Kirche ein und warfen Hostien auf den Boden.

Wie der katholische Informationsdienst Ucanews am 2. Februar berichtet, vermuten Beobachter die radikal-hinduistische Gruppe Rashtriya Swayamsevak Sangh (RSS) hinter den Übergriffen. Diese militante Untergruppierung der BJP soll mehr als 5.000 Aktivisten haben. Sie haben bereits über 60 Kirchen besetzt. Der Generalsekretär des Gesamtindischen Christenrates, John Dayal (Neu Delhi), forderte Premierminister Narendra Modi auf [Weiterlesen]