23. Mai 2018

Die politische Korrektheit ist eine intellektuelle Diktatur

Quelle: idea.de

Prof. John Lennox. Foto: facebook.com/profjohnlennox

Prof. John Lennox. Foto: facebook.com/profjohnlennox

Wetzlar/Oxford (idea) – Die politische Korrektheit ist eine Art intellektueller Diktatur.

Dieser Ansicht ist der britische Mathematikprofessor und Wissenschaftsphilosoph John Lennox von der Universität Oxford.

Wie er in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) sagte, wird der christliche Glaube immer mehr zur Privatsache gemacht: „In England sind wir inzwischen manchmal so weit, dass man in öffentlichen Reden nicht einmal mehr Gott erwähnen darf.“ Hinzu komme, dass feststehende Begriffe schleichend mit neuen Inhalten gefüllt würden. Als Beispiel nannte er das Wort Toleranz. Das lateinische „tolerare“ habe ursprünglich bedeutet, dass man die Meinung eines anderen zwar nicht teile, ihm aber zugestehe, diese dennoch öffentlich zu äußern. Heutzutage bekomme „tolerieren“ immer stärker die Bedeutung, dass man gar nichts mehr sagen dürfe, was einen anderen verletzen könnte. „Das ist eine sehr gefährliche Tendenz“, so Lennox. [Weiterlesen]