18. Oktober 2017

Saudi-Arabien: Mehr Freiheit für Christen ist nicht zu erwarten

Quelle: idea.de

Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen, Detlef Blöcher. Foto: DMG

Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen, Detlef Blöcher. Foto: DMG

Riad/Sinsheim (idea) – Nach dem Tod von König Abdullah von Saudi-Arabien erwartet ein evangelikaler Kenner des Landes unter dem Nachfolger, Prinz Salman bin Abdulaziz, keine Verbesserung für die Lage der Christen.

„Ausländer sind als Arbeitskräfte willkommen, dürfen ihren Glauben aber – abgesehen vom Gebet im stillen Kämmerlein – nicht praktizieren. Es ist nicht damit zu rechnen, dass sich daran etwas ändern wird“, sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM), Detlef Blöcher (Sinsheim bei Heidelberg), auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

Die Religionspolizei gehe immer wieder gegen christliche Hauskreise vor und verhafte deren Mitglieder. König Abdullah, der seit 2005 herrschte, war in der Nacht zum 23. Januar gestorben. Er soll 90 oder 91 Jahre alt gewesen sein. Wie Blöcher weiter sagte, gilt der künftige Machthaber, der 79-jährige Prinz Salman, als politisch noch konservativer als sein Vorgänger. Er ist ein Halbbruder Abdullahs. Salman praktiziere eine sehr strenge Form des Islam, so Blöcher. Aber auch König Abdullah habe [Weiterlesen]