20. Oktober 2017

Pro & Kontra: Dürfen Christen bei Pegida mitmachen?

Quelle: idea.de

Plakat zu einer PEGIDA-Demonstration. Foto: Thomas schneider/agwelt

Plakat zu einer PEGIDA-Demonstration. Foto: Thomas schneider/agwelt

Wetzlar (idea) – Den Kundgebungen „Patriotischer Europäer gegen die Islamisierung des Abendlands“ (Pegida) schließen sich in Sachsen immer mehr Bürger an; gleichzeitig wachsen die Gegendemonstrationen in ganz Deutschland. Am 12. Januar gingen in Dresden und Leipzig fast 30.000 Menschen für Pegida auf die Straße; den Kritikern schlossen sich nach Schätzungen im ganzen Land rund 100.000 Personen an.

Unter Christen ist eine Beteiligung an Pegida umstritten. Während unter den Demonstranten auch Protestanten und Katholiken sind, warnen Kirchenleiter durchweg vor einer Teilnahme, so auch der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Präses Michael Diener (Kassel).

Im evangelischen Wochenmagazin ideaSpektrum (Wetzlar) äußern sich zwei Theologen unterschiedlich. Der sächsische Landesbischof und stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende Jochen Bohl (Dresden) hält die Forderungen von Pegida für überwiegend verfehlt. Hingegen ermuntert der mecklenburgische Pfarrer Markus Holmer (Klaber bei Güstrow) Christen zur Teilnahme. Pegida könne dadurch nur besser werden, schreibt er. Beide betonen, dass jeder Bürger selbst entscheiden müsse, ob er an den Kundgebungen teilnehme. [Weiterlesen]