20. Oktober 2017

Bretschneider: Pegida-Demonstranten sind keine „Schande“

Quelle: idea.de

Oberkirchenrat a.D. Harald Bretschneider. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Oberkirchenrat a.D. Harald Bretschneider. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Dresden (idea) – Gegen einseitige Vorverurteilungen der Pegida-Demonstranten hat sich der Initiator der Friedensbewegung „Schwerter zu Pflugscharen“, Oberkirchenrat a.D. Harald Bretschneider (Dresden), gewandt. Damit müsse Schluss sein, sagte er der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Die Demonstranten seien weder „Chaoten“, noch eine „Schande“, wie sie von Politikern und Medien tituliert worden waren.

„Pegida“ steht für „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Seit Oktober demonstrieren sie fast jeden Montag in der sächsischen Landeshauptstadt. Zuletzt nahmen an der Kundgebung 25.000 Bürger teil.

Nach Bretschneiders Worten ist der Name „Pegida“ zwar „unglücklich“ gewählt. Ein Großteil derer, die dort demonstrierten, komme aber aus der Mitte der Gesellschaft: „Sie sind so etwas wie die Wortmeldung des Volkes.“ Und als solche müssten sie ernst genommen werden. „Diese Menschen wehren sich gegen eine verbreitete Arroganz und Überheblichkeit in der Politik“, so Bretschneider. Viele Demonstranten seien unzufrieden mit den deutschen Zuwanderungsgesetzen. Aber anstatt, dass Politiker darüber das Gespräch mit den Bürgern suchten, diskutierten sie „über die Ansiedlung von Wölfen in der Oberlausitz oder [Weiterlesen]