21. Oktober 2017

Anti-Legida-Anschläge auf Bahnstrecke

Quelle: jungefreiheit.de

Foto: Thomas Schneider/agwelt

Foto: Thomas Schneider/agwelt

LEIPZIG. Linksextreme sollen zwei Anschläge auf die Bahnverbindung zwischen Dresden und Leipzig begangen haben. Nach Informationen des Onlineportals MoPo24 der Morgenpost Sachsen seien am Nachmittag Kabelschächte in Leipzig-Volkmarsdorf in Brand gesetzt worden. Dadurch sei der Zugverkehr zwischen Dresden und Leipzig derzeit massiv eingeschränkt. Reisende müssten auf den S-Bahn-Verkehr ausweichen.

In Leipzig versammelt sich heute die Legida, ein Ableger der Dresdner Pegida-Demonstrationen. Laut dem sächsischen Verfassungsschutzpräsidenten Gordian Meyer-Plath seien die Organisatoren der Legida „entschlossener und viel radikaler“ als die Dresdner, wie er der Welt sagte. Dennoch gäbe es keine Anhaltspunkte für einen dominierenden rechtsextremistischen Einfluss.

Sorge bereite den Verfassungsschützer der Zusammenstoß mit der linksextremen Szene. Leipzig gilt als Hochburg der gewaltbereiten Linken. Die Legida-Organisatoren rechnen mit einer fünfstelligen Teilnehmerzahl. Die Stadt Leipzig geht von bis zu hunderttausend Demonstranten wie Gegendemonstranten aus. Mehrere tausend Polizisten sollen die rund zwanzig angemeldeten Veranstaltungen absichern. (FA)