15. Dezember 2017

Thüringen: Kirche zeigt Verständnis für Rot-Rot-Grün

Quelle: idea.de

Die Landesbischöfin der mitteldeutschen Kirche, Ilse Junkermann. Foto: ekmd.de

Die Landesbischöfin der mitteldeutschen Kirche, Ilse Junkermann. Foto: ekmd.de

Erfurt (idea) – In Thüringen wird die erste rot-rot-grüne Koalition in einem Bundesland unter Führung eines Ministerpräsidenten der Partei „Die Linke“ wahrscheinlicher. Linke, SPD und Grüne stellten am 20. November in Erfurt ihren Koalitionsvertrag vor. Während die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland Verständnis für ein solches Bündnis zeigt, kommt vor allem aus der CDU, aber auch aus Teilen der SPD Kritik.

Die Landesbischöfin der mitteldeutschen Kirche, Ilse Junkermann (Magdeburg), sagte der Evangelischen Nachrichtenagentur idea auf Anfrage, sie spüre, dass bei Opfern der SED-Diktatur alte Wunden aufbrächen und schmerzliche Erinnerungen hochkämen. Diese Verletzungen und Gefühle sollte eine mögliche rot-rot-grüne Landesregierung sehr ernst nehmen. „Zugleich bin ich dafür, Menschen eine Chance zu geben, frühere Einstellungen zu korrigieren“, sagte sie weiter. „In den Erklärungen der Partei Die Linke zur DDR als Unrechtsstaat sehe ich einen Schritt in die richtige Richtung.“ Entscheidend sei freilich, „ob Menschen, die in der Diktatur aktiv mitgewirkt haben, frühere Fehler eingestehen und auf diejenigen zugehen können, die darunter bis heute leiden“. [Weiterlesen]