15. Dezember 2017

Theologe schilt Dreyer wegen Mitwirkung in Kuppelshow

Quelle: idea.de

Dr. Johannes Hartl, Foto: gebetshaus.org

Dr. Johannes Hartl, Foto: gebetshaus.org

Augsburg (idea) – Scharfe Kritik an der Mitwirkung des freikirchlichen Theologen Martin Dreyer (Berlin) an der Sat.1-Kuppelshow „Hochzeit auf den ersten Blick“ hat sein katholischer Kollege Johannes Hartl geübt. Dieser leitet das „Gebetshaus“ in Augsburg, in dem seit 2011 ohne Unterbrechung rund um die Uhr gebetet wird.

In der Sendung werden Partner verheiratet, die sich zuvor noch nie gesehen haben; sie sollen nach der Hochzeit zueinander finden. Die Paare wurden in einem Verfahren ausgewählt, bei dem die Kandidaten unter anderem einen DNA-Test ablegen müssen, um herauszufinden, ob sie sich „riechen“ können. Vier Experten führen die Partner zusammen, darunter Dreyer, der früher die „Jesus-Freaks“ leitete und die „Volxbibel“ erfunden hat.

In einem offenen Brief äußert sich Hartl bestürzt darüber, dass sich Dreyer dafür hergebe, „als christlicher Prediger Teil einer TV-Show zu sein, in der Menschen – offensichtlich als Experiment – einfach mal spontan heiraten“. Er gehe davon aus, so Hartl, dass Dreyer damit Menschen erreichen wolle, „die sonst niemals ein Wort von einem Prediger hören würden“. Allerdings dürften Christen nie an etwas teilnehmen, was das biblische Zeugnis verdunkele: „Ich kann zum Beispiel auch nicht – verzeih den drastischen Vergleich – an einem Porno mitdrehen, weil [Weiterlesen]