15. Dezember 2017

Nach Anschlag auf Synagoge: Eskaliert die Gewalt in Israel?

Quelle: idea.de

Johannes Gerloff, Foto: facebook.com/johannes.gerloff

Johannes Gerloff, Foto: facebook.com/johannes.gerloff

Jerusalem (idea) – Der Israelexperte des Christlichen Medienverbundes KEP, Johannes Gerloff (Jerusalem), sieht in dem Terroranschlag auf eine Synagoge in Jerusalem keine neue Dimension der Gewalt.

Zwei palästinensische Terroristen aus Ostjerusalem hatten am 18. November in der Kehilat Yaakov-Synagoge im westlichen Stadtteil Har Nof vier ultraorthodoxe Rabbiner beim Morgengebet mit Äxten und Messern ermordet. Zusätzlich waren die Täter mit Pistolen bewaffnet. Im Anschluss an das Blutbad starb auch der arabisch-israelische Polizist Zidan Sayif, der als erster am Tatort eintraf und bei dem Schusswechsel mit den Angreifern lebensgefährliche Verletzungen erlitt.

„Auch beim Massaker in Hebron 1929 wurden Juden von Arabern zerhackt, insofern ist das keine komplett neue Situation“, gab Gerloff zu bedenken. Das Massaker von Hebron zählt zu den schlimmsten antisemitischen Verbrechen in Palästina im 20. Jahrhundert. Mindestens 67 Juden wurden dabei getötet. Alle weiteren jüdischen Bewohner Hebrons wurden vertrieben. 2008 sei in Jerusalem ebenfalls eine Synagoge von einem Palästinenser angegriffen worden. Bei der Bluttat in der Merkaz-Harav-Kook-Synagoge starben damals acht Menschen. [Weiterlesen]