14. Dezember 2017

Christliche Ärzte warnen vor „Selbstentsorgung“ Älterer

Quelle: idea.de

Foto: Jetti Kuhlemann/pixelio.de

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Wetzlar (idea) – Vor einer liberalen Gesetzgebung bei der Beihilfe zum Suizid in Deutschland hat die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Mediziner (ACM) gewarnt.

Im kommenden Jahr will der Bundestag über eine Regelung entscheiden. Dazu haben Abgeordnete ohne Fraktionszwang verschiedene Gruppenanträge erarbeitet. Sie reichen von einem strafrechtlichen Verbot der „geschäftsmäßigen“ Suizidbeihilfe bis zur Erlaubnis für Ärzte, unter bestimmten Voraussetzungen bei der Selbsttötung zu assistieren.

Dagegen wendet sich die ACM in einem am 4. November veröffentlichten Schreiben an die Bundestagsabgeordneten. Sie befürchtet, dass Schwerstkranke und Sterbende durch eine liberale Regelung zunehmend unter Druck geraten könnten, sich das Leben zu nehmen: „Wo gute Gründe die (Selbst-)Tötung erlauben, wird man bald bessere Gründe brauchen, um ein Weiterleben zu rechtfertigen.“ Der Suizid habe immer eine Sogwirkung.

Im US-Bundesstaat Oregon habe sich seit der gesetzlichen Einführung der ärztlich assistierten Selbsttötung 1998 die Zahl der Fälle von 16 auf 85 im Jahr 2012 mehr als vervierfacht. Nach Ansicht der ACM wäre es von einer liberalen Gesetzgebung beim assistierten Suizid hin zu missbräuchlicher „Selbstentsorgung“ älterer Menschen [Weiterlesen]