12. Dezember 2017

Bibelkritik gewinnt auch in frommen Kreisen Einfluss

Quelle: idea.de

Michael Kotsch, Vorsitzender des Bibelbundes. Foto: privat

Michael Kotsch, Vorsitzender des Bibelbundes. Foto: privat

Rehe (idea) – Der Bibel kann man in allen Aussagen vertrauen. Das gilt auch für die Schöpfungs- und Urgeschichte im Alten Testament, erklärten Referenten auf der fünften Bibelbund-Konferenz, die vom 24. bis 28. Oktober in Rehe (Westerwald) stattfand. Zugleich wiesen sie vermeintliche Erkenntnisse der modernen Theologie zurück, die bezweifeln, dass sich die Ereignisse tatsächlich so zugetragen haben, wie sie die Bibel schildert.

„Wenn Gott die Welt nach der Bibel allein durch sein Wort geschaffen hat, warum soll er dann dafür nicht nur sechs Tage gebraucht haben?“ fragte der Vorsitzende des theologisch konservativen Bibelbundes, der evangelische Theologe Michael Kotsch (Horn-Bad Meinberg).

Gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea bedauerte er, dass die Bibelkritik immer mehr Einfluss auch in evangelikalen Kreisen gewinne. So sei der Pädagoge und Theologe Siegfried Zimmer (Stuttgart) – ein erklärter Anhänger der historisch-kritischen Bibelauslegung – ein gern gesehener Gast. In seinem Buch „Schadet die Bibelwissenschaft dem Glauben? Klärung eines Konflikts“ plädiere er dafür, die Feindbilder zwischen Wissenschaft und Glauben abzubauen. Kotsch: „Die Bibelkritik ist frommer geworden.“ Dennoch habe sie [Weiterlesen]