20. Oktober 2017

Widerstand gegen Frühsexualisierung an Schulen wächst

Quelle: jungefreiheit.de

Foto: Anne Garti/pixelio.de

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HANNOVER. Die CDU hat Pläne der rot-grünen Landesregierungin Niedersachsen kritisiert, „Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität“ an Schulen verbindlich zu thematisieren. „Kinder und Jugendliche dürfen auch nicht überfordert werden“, sagte die Landtagsabgeordnete Karin Bertholdes-Sandrock der Nordwest-Zeitung. „Auf keinen Fall kann es sein, daß beispielsweise Schwule und Lesben in den Klassen allein gegenüber den Kindern auftreten.“

SPD und Grünen warf sie vor, zu wenig Sensibilität bei diesem Thema zu zeigen. Dennoch unterstütze sie grundsätzlich das Ziel, „zu Toleranz zu erziehen“. Die Grünen dagegen verteidigten ihren Gesetzantrag, der am Freitag im Kultusausschuß beraten werden soll.

Grüne verteidigen Gesetzentwurf

„Es ist erschreckend, daß schwule und lesbische Jugendliche sich noch immer in den Schulen massiv Mobbing ausgesetzt sehen und deshalb viele homosexuelle Schülerinnen und Schüler – aber auch Lehrkräfte – Angst haben, sich in der Schule zu outen“, beklagte die Grünen-Politikerin Ina Korter.

Gegen die rot-grünen Pläne formiert sich auch im Internet zunehmend Widerstand. Eine Petition des Freie-Wähler-Politikers Gerriet Kohls gegen den Vorstoß konnte bisher mehr als 6.400 Unterschriften sammeln. Für Freitag rief Kohls ab 11.30 Uhr zu einer Demonstration vor dem Landtag auf. (ho)