20. Oktober 2017

Linksorientierte Parteien protestieren gegen „Marsch für das Leben“

Quelle: idea.de

Polizeieinsatz zum Schutz der Demonstrationsteilnehmer vor Linksextremisten 2013 in Berlin. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Polizeieinsatz zum Schutz der Demonstrationsteilnehmer vor Linksextremisten 2013 in Berlin. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Berlin (idea) – Politiker von SPD, Grünen und der Linkspartei rufen zu Protesten gegen den „Marsch für das Leben“ am 20. September in Berlin auf. Er verzeichnete im vergangenen Jahr mit 4.500 Personen eine Rekordbeteiligung. Veranstalter ist der Bundesverband Lebensrecht. In diesem Jahr steht der Marsch unter dem Motto „Ja zum Leben – für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie!“. Die Veranstaltung beginnt mit einer Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt und endet mit einem Gottesdienst.

Der Marsch muss jährlich von einem starken Polizeiaufgebot geschützt werden, weil linksradikale Störer die Teilnehmer angreifen, ihnen Kreuze entreißen und in die Spree werfen. Die Partei „Die Linke“ stellt nach eigenen Angaben 1.500 Euro zur Verfügung, um für Gegenaktionen zu mobilisieren. Das Geld stamme aus dem Fonds des Parteivorstandes. Die Mittel würden für Flugblätter und Plakate verwendet. Ein „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ ruft zu einer Gegenkundgebung am 20. September am Brandenburger Tor auf. Sie steht unter dem Motto „Mein Körper, meine Verantwortung, meine Entscheidung“. Unterstützer sind neben der Linkspartei unter anderem die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, die Grüne Jugend, die Beratungsorganisation „Pro Familia“, der Humanistische Verband Deutschlands und der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg. [Weiterlesen]