22. September 2017

ARD-Film: Autorinnen antworten den Kritikern

Quelle: idea.de

ARD

Hamburg (idea) – Die Verantwortlichen der ARD-Sendung „Mission unter falscher Flagge – Radikale Christen in Deutschland“ haben nach eigenen Angaben rund 7.000 vorwiegend kritische Anfragen erhalten.

Selten habe eine Dokumentation so viele Reaktionen ausgelöst, schreibt der NDR, der für die am 4. August ausgestrahlte Sendung verantwortlich war. Die Redakteure Kuno Haberbusch und Julia Stein sowie die Autorinnen Mareike Fuchs und Sinje Stadtlich antworteten jetzt in einem ausführlichen Schreiben auf die Anfragen. Darin räumen sie einzelne Fehler ein, verteidigen aber die Grundausrichtung und die Kritik an einigen charismatischen bzw. pfingstkirchlichen Gemeinden und Organisationen. Diese stellte der Film, der bei seiner Erstausstrahlung knapp 1,5 Millionen Zuschauer hatte, als gefährlich heraus und warf ihnen unter anderem religiösen Machtmissbrauch vor. Die Fernsehverantwortlichen betonen, dass sie keinerlei religiöse Werte oder Einstellungen verletzen wollten: „Sollte das in Einzelfällen dennoch passiert sein, tut uns das leid.“

Sie verwahren sich gegen den Vorwurf, der Film habe pauschal alle Christen oder Evangelikale diffamiert und den Glauben an Gott ins Lächerliche gezogen. Man habe nur jene Gemeinden und Gruppierungen zum Thema gemacht, „bei denen wir unseres Erachtens problematische Strukturen gefunden haben und in denen nach unserer Erkenntnis die geistlichen Leiter ihre Macht ausnutzen“. Die vielen vorbildlichen Kirchengemeinden sollten ermutigt werden, „indem wir auf die fehlende Seriosität jener hinweisen, die statt ‚normaler’ Gemeindearbeit lieber auf [Weiterlesen]