20. Oktober 2017

Zum Tode verurteilte Christin durfte ausreisen

Quelle: idea.de

Sudan

Rom/Khartum (idea) – Der Einsatz für die im Sudan zum Tode verurteilte Christin Mariam Yahia Ibrahim Ishag hat sich gelohnt: Die Ärztin durfte am 24. Juli zusammen mit ihrem Ehemann und den beiden Kindern nach Italien ausreisen.

Sie trafen in Rom in Begleitung des italienischen Vize-Außenministers Lapo Pistelli ein, der sich seit längerem mit dem Fall befasste. Empfangen wurden sie von Ministerpräsident Matteo Renzi und Außenministerin Federica Mogherini. Papst Franziskus empfing Ishag und sprach eine halbe Stunde mit ihr. Dabei würdigte er ihr unerschütterliches Glaubenszeugnis.

Die Sudanesin dankte dem Papst für sein Gebet und die kirchliche Unterstützung. Vatikansprecher Federico Lombardi sagte, die Begegnung sei ein Zeichen der Solidarität mit denjenigen, „die wegen ihres Glaubens leiden“. Christen in aller Welt hatten für die 27-Jährige gebetet und sich für ihre Freilassung engagiert.

Ishag war am 15. Mai in Khartum wegen „Abfalls vom Islam“ zum Tod durch den Strang und wegen angeblicher „Hurerei“ zu 100 Peitschenhieben verurteilt worden. Die hoch Schwangere hatte sich geweigert, binnen drei Tagen dem christlichen Glauben abzuschwören. [Weiterlesen]