20. Oktober 2017

Tauber will AfD-Überläufer nicht zurückgewinnen

Quelle: jungefreiheit.de

CDU-Generalsekretär Peter Tauber Foto: Tobias Koch - petertauber.de

CDU-Generalsekretär Peter Tauber Foto: Tobias Koch – petertauber.de

BERLIN. CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat kein Interesse daran, ehemalige Mitglieder seiner Partei, die zur Alternative für Deutschland (AfD) gewechselt sind, zurückzugewinnen. „Dort, wo AfDler von uns kommen, will sie von uns keiner geschenkt zurück. Es sind oft die, die wenig diskussionsfähig waren, die immer alles besser wußten. Die müssen dann eben eine neue Heimat finden“, sagte Tauber der Berliner Zeitung. Ihn interessierten eher die Wähler und die Themen als die Funktionäre der AfD. Seiner Partei rate er daher zu einer gewissen Gelassenheit im Umgang mit der AfD.

Die AfD sei auch keine konservative Konkurrenz für die Union, denn sie sei nicht konservativ, sondern „reaktionär“. „Sie führt rückwärtsgewandte Angstdebatten. Alles was sie europapolitisch fordert, ist meilenweit weg von der Union. Ich glaube also, daß Konservative in der CDU sehr gut aufgehoben sind“, betonte der CDU-Politiker.

Darüber hinaus glaube er auch nicht, daß sich die Partei langfristig etablieren werde, erläuterte Tauber. „Die Arbeit der AfD ist doch nur von Streitereien, Intrigen und Rücktritten geprägt. Ich glaube, daß sie auf Dauer den Weg der Piraten gehen und verschwinden wird.“ (krk)