23. Oktober 2017

Reagiert Israel angemessen auf Hamas-Angriffe?

Quelle: idea.de

Foto: sven scherz-schade/pixelio.de

Foto: sven scherz-schade/pixelio.de

Wetzlar (idea) – Eine ägyptische Initiative für eine Deeskalation im Nahen Osten droht zu scheitern. Während das israelische Sicherheitskabinett einer Waffenruhe zustimmte, lehnt die radikal-islamische Hamas eine Feuerpause ohne umfassende Einigung mit Israel ab. „Ein Waffenstillstand ohne eine Einigung ist ausgeschlossen“, sagte ein Hamas-Sprecher.

In den vergangenen Tagen war die Gewalt zwischen der Hamas und Israel eskaliert. Die Terrororganisation feuerte Hunderte Raketen auf israelisches Gebiet ab. Als Reaktion beschoss das Militär Einrichtungen in Gaza, in denen Kämpfer und Waffenlager vermutet werden. Dabei wurden nach palästinensischen Angaben 187 Menschen getötet. Auf israelischer Seite gab es bisher keine Toten, aber Schwerverletzte. Reagierte Israel angemessen auf die Hamas-Angriffe? Zwei Experten äußern sich dazu in einem Pro und Kontra gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar).

Der Nahost-Korrespondent des Christlichen Medienverbundes KEP (Konferenz Evangelikaler Publizisten), Johannes Gerloff (Jerusalem), bejaht die Frage. Er verweist darauf, dass Islamisten im Gazastreifen mittlerweile mehr als 10.000 Raketen besitzen. Die Vernichtung Israels sei nach wie vor erklärter Wille einer Mehrheit der Palästinenser. Gerloff zufolge ist es Aufgabe eines jeden rechtsstaatlichen Sicherheitsapparats, einen Gewaltverbrecher an der Ausführung seiner Absichten zu hindern: „Wer völkermörderische Zielsetzungen offen erklärt, muss mit überwältigender Gewalt rechtzeitig an deren Verwirklichung gehindert werden.“ Der Staat Israel könne erstaunliche Ergebnisse beim Schutz seiner Bürger vorweisen: „Zigtausende Raketen konnten überraschend wenig Schaden anrichten.“ Möglicherweise sei ein Ende des Raketenzeitalters absehbar. [Weiterlesen]