24. Oktober 2017

Messianische Juden können sich am Stuttgarter Kirchentag beteiligen

Quelle: idea.de

Evangeliumsdienst für Israel darf 2015 zum Stuttgarter Kirchentag

Evangeliumsdienst für Israel darf 2015 zum Stuttgarter Kirchentag

Stuttgart (idea) – Am Deutschen Evangelischen Kirchentag 2015 in Stuttgart kann sich die messianisch-jüdische Bewegung beteiligen.

Ihre Mitglieder sind Juden, die an Jesus als den im Alten Testament angekündigten Erlöser des Volkes Israel glauben. Sie verstehen sich als Teil des jüdischen Volkes und seiner Traditionen und wollen nicht Christen genannt werden.

Beim nächsten Großtreffen des deutschen Protestantismus werden sie die Möglichkeit haben, in fairen Gesprächen ihre Meinung darzustellen und ihr Glaubenszeugnis zu zeigen, sagte der württembergische Landesbischof Frank Otfried July (Stuttgart) am 5. Juli vor der in Stuttgart tagenden Landessynode. Nachdem Mitarbeiter des Kirchentags das Programm vorgestellt hatten, betonte der Bischof: „Messianische Juden haben Platz und Stimme auf dem Kirchentag. Darauf kommt es an.“ Damit widersprach July einem Beschluss des Kirchentagspräsidiums, wonach „messianische Gruppen nicht zur aktiven Mitwirkung zugelassen“ werden.

Davon ist insbesondere der Evangeliumsdienst für Israel (EDI) betroffen, der messianisch-jüdische Gemeinden in Deutschland unterstützt. Der Kirchentag wirft ihnen vor, durch missionarische Aktivitäten unter Juden den christlich-jüdischen Dialog zu gefährden.

July zufolge richtet sich der Kirchentagsbeschluss vor allem gegen ihre Mitwirkung auf dem „Markt der Möglichkeiten“. Über die Berechtigung dieser Haltung könne man unterschiedlicher Meinung sein, da es auf dem „Markt der Möglichkeiten“ eine große Bandbreite sehr unterschiedlich ausgerichteter Organisationen gebe, so July. [Weiterlesen]