17. Oktober 2017

Israel: Droht ein neuer Krieg in Nahost?

Quelle: idea.de

Der Israel-Experte des christlichen Medienverbundes KEP, Johannes Gerloff. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Der Israel-Experte des christlichen Medienverbundes KEP, Johannes Gerloff. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Jerusalem/Gaza (idea) – Die Lage in Israel spitzt sich zu.

Nach dem anhaltenden Raketenbeschuss der letzten Tage bereitet sich Israel auf eine mögliche Bodenoffensive im Gaza-Streifen vor. Die palästinensische Terrororganisation Hamas hatte neben Zielen im Süden des Landes am 8. Juli auch Jerusalem attackiert. Unweit der israelischen Hauptstadt schlug eine Rakete ein. Auch in anderen Orten im Zentrum des Landes mussten die Menschen in die Luftschutzbunker flüchten. Warnsirenen waren in den südlichen Städten Ashdod, Ashqelon und Beer Sheba sowie in den Metropolen Tel Aviv und Jerusalem bis ins unmittelbar südlich von Haifa gelegene Binyamina zu hören.

Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome (Eiserne Kuppel) zerstörte mindestens zwei Geschosse über Tel Aviv. Teile einer M-302 Rakete syrischer Bauart schlugen auf einem freien Feld bei Hadera, 40 Kilometer nördlich von Tel Aviv und etwa 110 Kilometer nördlich des Gaza-Streifens, ein. Israel reagierte mit gezielten Angriffen auf Führer der Hamas und des ebenfalls für Raketenangriffe verantwortlichen Terrorgruppe „Islamischer Dschihad“. Dabei wurde der 35-jährige Dschihad-Führer Hafez Hamed getötet, der von Israel für den Beschuss der Stadt Sderot verantwortlich gemacht wird. Insgesamt attackierte die israelische Luftwaffe in der Nacht zum 9. Juli rund 160 terroristische Ziele.

Für den möglichen Einmarsch in den Gaza-Streifen, aus dem sich Israel 2005 vollständig zurückgezogen hatte, genehmigte das Sicherheitskabinett die Einberufung von 40.000 Reservisten. Laut dem Israel-Experten des [Weiterlesen]