24. Oktober 2017

Evangelist Parzany kritisiert „geistliche Kammerjäger“

Quelle: idea.de

Der Evangelist Ulrich Parzany. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Der Evangelist Ulrich Parzany. Foto: Thomas Schneider/agwelt

München (idea) – Der Evangelist und frühere ProChrist-Leiter Ulrich Parzany (Kassel) hat den wiederholt in den Medien erhobenen Vorwurf zurückgewiesen, Evangelikale seien fundamentalistisch.

„Fundamentalismus ist heute eine Keule“, sagte er in einer Radiosendung des Bayerischen Rundfunks zum Thema „Erweckt und bibelfest – Gibt es einen evangelikalen Boom in Deutschland?“. Wenn fundamentalistisch „nicht dialogbereit“ oder „fanatisch“ bedeute, dann weise er eine solche Zuschreibung weit von sich.

Scharf wandte sich Parzany gegen Weltanschauungsbeauftragte der beiden großen Kirchen, die evangelikale Gruppen in die Nähe des Fundamentalismus oder des Sektierertums rücken: „Ich lege mich gerne mit jedem dieser geistlichen Kammerjäger an, die die Kirchen da beschäftigten.“

Auf die Frage, wie er es finde, wenn zwei Männer als Paar zusammenleben, antwortete er: „Es ist nicht meine Aufgabe, andere zu beurteilen.“ Niemand könne etwas für seine Veranlagung. Der intime sexuelle Verkehr gehöre aber in den Schutzraum der Ehe.

Die Autoren der Sendung warfen bestimmten Gruppen von Evangelikalen vor, sich ihre eigene Realität zu schaffen und einen Zusammenbruch der Gesellschaft und konservativer Werte zu fürchten. Die Macher bezogen sich dabei auch auf die (katholische) Erzdiözese Freising, die evangelistische Internetseiten wie soulsaver.de (Seelenretter) als „Teil eines aggressiv-missionarischen Gemeindeverbunds in der bayerischen Landeshauptstadt“ einstuft.

Wie Parzany weiter sagte, beobachtet er einen Trend hin zu [Weiterlesen]