19. Oktober 2017

Was Christen an Pfingsten feiern

Quelle: idea.de

Foto: Gerd Wittka/pixelio.de

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Wetzlar (idea) – Am 8. und 9. Juni feiern Christen in aller Welt das nach Weihnachten und Ostern dritte Hauptfest des Kirchenjahres – Pfingsten.

Im allgemeinen Bewusstsein spielt es jedoch eine nachgeordnete Rolle. Gründe dafür sah der Theologe und Autor des Buches „Das Kirchenjahr“, Karl-Heinrich Bieritz (1936-2011), darin, dass sowohl der geschichtliche Hintergrund als auch der geistliche Gehalt des Pfingstfestes schwieriger zu vermitteln seien als die heilsgeschichtlichen Ereignisse, die zu Weihnachten und Ostern gefeiert werden: „Vielleicht hat aus diesem Grunde das Pfingstfest nicht die gleiche Volkstümlichkeit erreichen können“, schrieb er.

Pfingsten gilt als das Geburtsfest der Kirche und schließt die 50-tägige Osterzeit ab. Der Begriff leitet sich von dem griechischen Wort pentecoste ab, was 50 bedeutet. Laut biblischer Überlieferung waren die Jünger am 50. Tag nach Ostern in einem Haus versammelt. Dort empfingen sie die Gabe des Heiligen Geistes. Er befähigte sie, in anderen Sprachen zu reden, so dass die Pilger, die nach Jerusalem gekommen waren, sie in ihrer jeweiligen Sprache hörten. Auf die Frage der Pilger, was sie tun sollten, rief der Apostel Petrus sie auf, Buße zu tun und sich taufen zu lassen. Laut der Apostelgeschichte ließen sich allein an diesem Tag 3.000 Menschen taufen. [Weiterlesen]