19. Oktober 2017

ISIS: Christen müssen „Kopfsteuer“ zahlen

Quelle: idea.de

Flagge Irak

Mossul (idea) – Im Irak verbreitet die Terrorgruppe „Islamischer Staat im Irak und Syrien“ (ISIS) Angst und Schrecken.

So verlangen die sunnitischen Kämpfer von den verbliebenen Christen in der eroberten nordirakischen Stadt Mossul eine Kopfsteuer. Die sogenannte Dschizya ist eine vom Koran und dem Religionsgesetz Scharia vorgesehene Abgabe für nicht-muslimische Schutzbefohlene (Dhimmi). Ihren Glauben dürfen Christen trotzdem nicht öffentlich ausüben. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird vertrieben oder ausgepeitscht.

Nach Angaben der Hohen Kommission für Menschenrechte im Irak müssen Christen in Mossul mindestens umgerechnet 184 Euro Schutzgeld zahlen. Doch dazu seien die wenigsten in der Lage, da es in der Stadt kaum noch Verdienstmöglichkeiten gebe, so Kommissionsmitglied Salama al Khafali. ISIS-Kämpfer haben zudem ein Edikt erlassen, wonach alle Frauen – auch Christinnen – einen Schleier tragen müssen. Die Einhaltung werde an Kontrollpunkten überwacht. [Weiterlesen]