16. August 2017

In der SPD kein Platz für Kritiker der Homosexualität?

Quelle: idea.de

Joachim Kretschmann. Foto: joachim-kretschmann.de

Joachim Kretschmann. Foto: joachim-kretschmann.de

Villingen-Schwenningen (idea) – Nach drei Jahren SPD-Mitgliedschaft hat ein baden-württembergischer Lokalpolitiker sein Parteibuch zurückgegeben. Der in einer charismatischen Freikirche engagierte Christ Joachim Kretschmann war Vorstandsmitglied und Schriftführer im SPD-Ortsverein Villingen-Schwenningen.

Er hat die Partei am 16. Juni mit der Begründung verlassen: „Die SPD ist für Hunderttausende von gläubigen Stammwählern unwählbar geworden, weil sie ihre Überzeugungen bereitwillig opfert, um eine Handvoll intolerante und diktatorisch auftretende Schwusos nicht zu verärgern.“ Kretschmann hatte in einem Leserbrief an die Lokalzeitung „Südkurier“ (Konstanz) Aussagen des Schwenninger Pfarrers und SPD-Gemeinderats Frank Banse zur Homosexualität kritisiert und war daraufhin von Parteifreunden massiv angegriffen worden.

Banse hatte in einem öffentlichen Vortrag Anfang Juni gesagt, dass christliche Fundamentalisten die wenigen Bibelstellen, die Homosexualität als „Gräuel“ und „Blutschande“ beschrieben, aus dem Zusammenhang rissen. Andere biblische Vorschriften, etwa [Weiterlesen]