20. August 2017

Immer mehr Wohnungseinbrüche in Deutschland

Quelle: jungefreiheit.de

Foto: Petra Bork/pixelio.de

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BERLIN. Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland steigt weiter. Insgesamt registrierten die Behörden 2013 knapp 149.500 Einbruchsdiebstähle. Dies waren 3,7 Prozent mehr als noch 2012. Seit der Öffnung der Grenzen zu den osteuropäischen Staaten nahmen die Wohnungseinbrüche um mehr als 30 Prozent zu.

Bei den Einbruchszahlen auf 100.000 Einwohner belegte Bonn mit 563,8 Vorfällen den ersten Platz vor Aachen und Köln. Die wenigsten Delikte wurden in Augsburg registriert. Die Liste der unsichersten Bundesländer führen Bremen (525,2), Hamburg (399,2) und Berlin (342,7) an. Die Aufklärungsquote lag 2013 bei 15,5 Prozent.

Kriminelle Banden aus Südosteuropa

Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft beliefen sich die Gesamtschäden bundesweit auf knapp 480 Millionen Euro. Pro Einbruch sind dies etwa 3.300 Euro.

Der Berliner Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Bodo Pfalzgraf, machte für die niedrige Aufklärungsquote vor allem „reisende Tätergruppen“ verantwortlich. „Es gibt einen Zusammenhang zwischen Armut und Kriminalität. Daher ist ein Anstieg von agierenden Einbrecherbanden aus Südosteuropa zu verzeichnen“, sagte er der Bild-Zeitung. (ho)