12. Dezember 2017

Weißes Kreuz beklagt „mangelnde Dialogbereitschaft“ von Kritikern

Quelle: idea.de

Weißes Kreuz

Kassel (idea) – Der evangelische Fachverband für Sexualethik und Seelsorge Weißes Kreuz hat sich enttäuscht über die „mangelnde Dialogbereitschaft“ von Kritikern gezeigt.

Anlass ist der Kongress „Sexualethik und Seelsorge“ des Verbandes vom 22. bis 24. Mai in Kassel. Gegner des Treffens, darunter Homosexuellen-Gruppen, werfen dem Verband vor, „homophobe Positionen“ zu vertreten.

Sie trafen sich am 28. April, um den Protest gegen den Kongress vorzubereiten. Bei der Veranstaltung in den Räumen der Kasseler Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen wollte das Weiße Kreuz mit den Kritikern ins Gespräch kommen. Die Mehrheit der Anwesenden habe aber entschieden, „dass wir keine Fragen gestellt bekommen, uns nicht erklären und die Veranstaltung umgehend verlassen sollen“, bedauerte der Leiter des Weißen Kreuzes, Rolf Trauernicht (Ahnatal bei Kassel).

Auslöser für die Kontroverse um den Kongress waren Äußerungen des hessischen Landesvorsitzenden der Grünen, Kai Klose, der auch lesben- und schwulenpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion ist. Er übte scharfe Kritik an zwei Mitwirkenden: der Leiterin des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft, die Ärztin Christl R. Vonholdt (Reichelsheim/Odenwald), und dem Leiter der Seelsorge-Initiative „Wüstenstrom“, Markus Hoffmann (Tamm bei Ludwigsburg). Klose wirft ihnen vor, dass sie eine „Heilbarkeit“ von Homosexualität propagierten. Es sei „in hohem Maße besorgniserregend“, dass [Weiterlesen]