22. September 2017

Tolerante Christen müssen nicht alles gutheißen

Quelle: idea.de

Der sächsische Evangelist Lutz Scheufler. Foto: lutz-scheufler.de

Der sächsische Evangelist Lutz Scheufler. Foto: lutz-scheufler.de

Puschendorf (idea) – Gegen eine Gleichsetzung von Toleranz mit Akzeptanz hat sich der sächsische Evangelist Lutz Scheufler (Waldenburg bei Zwickau) ausgesprochen.

Tolerante Christen engagierten sich dafür, dass alle Menschen ungehindert gemäß ihren Überzeugungen leben können; sie müssten aber nicht alles akzeptieren und gutheißen. Das sagte Scheufler bei der Landeskonferenz des Landeskirchlichen Gemeinschaftsverbandes (LKG) in Bayern am 4. Mai in Puschendorf bei Nürnberg.

Jede Gesellschaft brauche Institutionen, die keine lebensfeindlichen Verhaltensweisen duldeten. Dazu zählte Scheufler den TÜV, denn klapprige Autos mit abgefahrenen Reifen und defekten Bremsen dürften andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährden. Wenn es um Tod und Leben gehe, sollten auch Christen intolerant sein, forderte Scheufler in Ansprachen über „Wege zum Glück“. Sie beriefen sich auf Jesus Christus, der sich als einzigen Zugang zu Gott bezeichnet habe. „Es führen zwar viele Wege nach Rom, aber nur ein Weg führt zu Gott“, erklärte Scheufler vor rund 1.400 Konferenzgästen.

Er war vor zwei Jahren aus dem hauptamtlichen Dienst in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens entlassen worden. Er hatte der Kirchenleitung öffentlich widersprochen, als sie Pfarrhäuser in Einzelfällen für homosexuelle Partner öffnete. Seine Begründung: Die damit verbundene Anerkennung von Homosexualität sei mit der Bibel unvereinbar. [Weiterlesen]