20. Oktober 2017

Warum beichten heilsam ist

Quelle: idea.de

Der Theologieprofessor Peter Zimmerling. Foto: PR

Der Theologieprofessor Peter Zimmerling. Foto: PR

Wetzlar (idea) – Zur Wiederentdeckung der Beichte hat der Theologieprofessor Peter Zimmerling (Leipzig) aufgerufen.

Wer regelmäßig seine Sünden bekenne, erfahre Heilung und erhalte geistliche Vollmacht und Frische zurück, sagte er in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar). Ihm zufolge ist das Beichtgespräch in den evangelischen Kirchen weitgehend in Vergessenheit geraten. Die Hauptursache sei die Überzeugung vieler Menschen, dass sie gut seien und keine Beichte nötig hätten. Zudem rechne die Mehrheit nicht damit, dass sie ihr Handeln vor Gott verantworten müsse.

Wer nicht beichte, suche sich einen Sündenbock, beschönige sein Handeln oder betäube sein Gewissen. Dagegen bedeute beichten, dass man nicht mehr auf seine Schuld festgelegt sei, sondern Befreiung erfahre. Zimmerling zufolge ist die Beichte nicht nur etwas für Katholiken. Der Reformator Martin Luther (1483-1546) habe dazu aufgerufen und sie selbst wöchentlich vollzogen. Menschen, die nicht beichteten, seien nach Luthers Einschätzung keine Christen. [Weiterlesen]