17. Oktober 2017

Lehrerverbandspräsident zum Bildungsplan: „Einseitig und völlig unausgereift“

Quelle: idea.de

Foto: knipseline/pixelio.de

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Wetzlar (idea) – Kritik am baden-württembergischen Bildungsplan hat der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus (Ergolding bei Landshut), geübt.

Der Entwurf sieht vor, dass ab der ersten Klasse Homo-, Bi- und Transsexualität intensiver und fächerübergreifend behandelt werden. „Ich halte den Entwurf für einseitig und völlig unausgereift“, sagte Kraus in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar). Es sei daher richtig, dass die Landesregierung ihn nun überarbeiten wolle. Vorausgegangen waren Proteste.

Fast 200.000 Bürger unterschrieben eine Petition gegen die Akzeptanz sexueller Vielfalt in dem Bildungsplan. Kraus plädiert zwar dafür, dass sexuelle Orientierungen in der Schule altersgerecht besprochen werden und dafür Toleranz vermittelt wird: „Aber alternative sexuelle Orientierungen dürfen nicht zum Leitprinzip werden.“ Die Sexualerziehung gehöre zum Kernbestand des elterlichen Erziehungsrechts. Er wünsche sich deshalb von den Schulen eine zurückhaltende Herangehensweise. Eltern dürfe nicht das Gefühl vermittelt werden, dass eine einseitige Einflussnahme stattfinde. [Weiterlesen]