17. Februar 2018

Kretschmann weiter für „Akzeptanz sexueller Vielfalt“

Quelle: idea.de

Winfried Kretschmann, MdL, Foto: Pressefoto winfried-kretschmann.de

Winfried Kretschmann, MdL, Foto: Pressefoto winfried-kretschmann.de

Bad Boll/Stuttgart (idea) – Das Bemühen um „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ im baden-württembergischen Schulunterricht soll auch in einem überarbeiteten Bildungsplan enthalten sein. Das kündigte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) an.

In der Evangelischen Akademie Bad Boll wies er den Vorwurf zurück, der Bildungsplan strebe eine moralische und pädagogische Umerziehung der Jugend an. Der Staat mische sich nicht in die Lebensführung des Einzelnen ein, solange sie sich innerhalb der Verfassung bewege: „Der Staat ist nicht dazu da, Sinn zu stiften, sondern Freiheit zu schaffen.“ Kretschmann äußerte Verständnis für Christen, die in der Bibel eine Ablehnung homosexueller Praktiken sehen. Evangelikalen Kritikern des Bildungsplans empfahl er, das Missionieren für ihren Glauben als Hauptaufgabe zu betrachten.

Am 27. März will er sich mit führenden Pietisten treffen. Laut einer Mitteilung des Staatsministeriums sind Vertreter der Deutschen Evangelischen Allianz, der „ChristusBewegung Lebendige Gemeinde“ und anderer Gruppen eingeladen. Gegen die Verankerung von „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ als Querschnittsthema für alle Klassen und Unterrichtsfächer hatte sich Anfang des Jahres eine Petition gewandt, die innerhalb von sieben Wochen fast 200.000 Unterstützer fand. Eine Gegenpetition, die die Ziele des Bildungsplans unterstützte, erhielt 92.200 Unterschriften, eine weitere rund 140.000. [Weiterlesen]