25. Mai 2018

Algerien: Zehntausende Muslime werden Christen

Quelle: idea.de

Algerien-Flagge

Oran (idea) – In Algerien ereignet sich – weithin unbeachtet von der Weltöffentlichkeit – eine christliche Erweckung.

Mehr als 100.000 Muslime sind in den vergangenen 30 Jahren Christen geworden. Die meisten gehören der Volksgruppe der Berber an. Das berichtete der Leiter des algerischen Zweiges der Organisation „Operation Mobilisation“ (OM), Youssef Ourahmane (Oran), bei einem Besuch der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar). Der 58 Jahre alte Algerier, der in einer muslimischen Familie aufgewachsen ist, steht seit 1988 an der Spitze von OM in dem nordafrikanischen Land. Dort sind 43 Frauen und Männer für das Hilfswerk tätig.

Laut Ourahmane finden Muslime oft durch Träume, Visionen und Heilungserfahrungen zum Glauben an Jesus Christus. Sie versammelten sich in Gruppen von sechs bis zehn Personen bis hin zu etablierten evangelischen Gemeinden. Die größte mit etwa 1.200 Mitgliedern befinde sich in der etwa 90.000 Einwohner zählenden Stadt Tizi Ouzou, dem Zentrum der Kabylei. Dort würden am Wochenende mehrere Gottesdienste gefeiert, die jeweils bis zu sechs Stunden dauern. Feste Bestandteile seien Anbetung, Predigt, Gebet und Segnung. Die Vereinigung der Algerischen Protestantischen Kirchen ist in dem muslimischen Land staatlich anerkannt. Zwar stellt ein Gesetz aus dem Jahr 2006 die Missionierung von Muslimen unter Strafe, doch trotzdem wenden sich viele Bürger dem christlichen Glauben zu. [Weiterlesen]