13. Dezember 2017

taz: Evangelikale als Stachel im Fleisch der Kirche

Quelle: idea.de

Foto: Lisa Spreckelmeyer/pixelio.de

Foto: Lisa Spreckelmeyer/pixelio.de

Berlin (idea) – Die Evangelikalen sind der Stachel im Fleisch der Kirche, das macht sie nicht beliebt, notwendig sind sie trotzdem.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der linksalternativen Tageszeitung „taz“ (Berlin) über christlichen Fundamentalismus. Mit Klischees, dass Evangelikale homophob, selbstgerecht und geistig arm seien, werde man der Wirklichkeit nicht gerecht. Sie sei „ein bisschen komplizierter“.

So berichtet die „taz“ von Beobachtungen der Flüchtlingsbeauftragten der Nordkirche, Fanny Dethloff. Mitarbeiter der Landeskirche hätten jahrzehntelang in Asylantenunterkünften interreligiöse Treffen und praktische Beratung angeboten. Die Flüchtlinge hätten sie als Sozialarbeiter oder Wohlmeinende ohne religiösen Hintergrund wahrgenommen, sich aber nicht der Kirche zugewandt. Evangelikale Gruppen hätten in den Heimen zu Gebetszeiten eingeladen, nach denen Menschen immer wieder zum christlichen Glauben konvertierten. In der Amtskirche frage man sich nun, warum man nie über die Beweggründe für die Flüchtlingsarbeit gesprochen habe. Als Antwort zitiert die „taz“ einen Hamburger Pastor: „Es ist sonderbar, wenn ich Christ bin, aber so tue, als sei ich gar nichts.“ Dieser den Evangelikalen nahe stehende Theologe betrachte das Christentum nicht als [Weiterlesen]