22. September 2017

Nigeria: Islamisten setzen Kampf gegen Christen fort

Quelle: idea.de

Nigeria. Foto: PR

Nigeria. Foto: PR

Maiduguri/Kaduna (idea) – Im Norden Nigerias setzt die radikal-islamische Terrororganisation Boko Haram (Westliche Bildung ist Sünde) ihre Angriffe auf die christliche Minderheit mit unverminderter Brutalität fort.

Am 15. Februar wurden im Dorf Izghe (Bundesstaat Borno) Medienberichten zufolge mindestens 106 Personen umgebracht, darunter Frauen und Kinder. Gleichzeitig bemühen sich vereinzelt christliche und muslimische Prediger um Aussöhnung zwischen Anhängern der beiden Religionen. Ein Beispiel schildert das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ (Hamburg).

Boko Haram will im überwiegend muslimisch besiedelten Norden des westafrikanischen Landes mit Gewalt einen islamischen Gottesstaat durchsetzen, in dem sich alle Bürger das Religionsgesetz, der Scharia, unterwerfen müssen. In den vergangenen drei Jahren sind bei Gewalttaten der Terrororganisation mindestens 5.000 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) sind die meisten Opfer Christen, aber auch gemäßigte Muslime und Einrichtungen der Zentralregierung – etwa Polizeistationen und Schulen – würden angegriffen. [Weiterlesen]