21. September 2017

Kritik an „Kirchensteuermissbrauch“

Quelle: idea.de

Pastor Ulrich Rüß, Foto: kirchliche-sammlung.de

Pastor Ulrich Rüß, Foto: kirchliche-sammlung.de

Hamburg (idea) – Einen „Missbrauch von Kirchensteuermitteln“ wirft die Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der „Nordkirche“ der evangelischen Kirche in Hamburg vor.

Zum Hintergrund: Der Kirchenkreis Ost hat die Initiative „Unser Hamburg – unser Netz“ mit fast 42.000 Euro unterstützt. Dieses Bündnis setzte sich dafür ein, dass die von den Unternehmen Vattenfall und e.on betriebenen Strom-, Gas- und Fernwärmenetze von der Hansestadt zurückgekauft werden. Am 22. September stimmte eine knappe Mehrheit der Hamburger für den Rückkauf der Netze. Inzwischen hat sich die Hansestadt mit Vattenfall auf die Übernahme der Energienetze geeinigt.

Der Vorsitzende der theologisch konservativen Kirchlichen Sammlung, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg), erklärte am 6. Februar gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea: „Dieser Netzerückkauf hat mit den elementaren Aufgaben der Kirche nichts zu tun.“ Angesichts von Sparzwängen in Ortsgemeinden und Stellenstreichungen sei es unverantwortlich, ein solches „nichtkirchliches Projekt“ zu unterstützen. Hier handele es sich um „ein negatives Beispiel von Politisierung der Kirche“. Den meisten Kirchensteuerzahlern sei ein solcher Missbrauch [Weiterlesen]